Dr. Simon Grüß :: Herzlich Willkommen, Bonn, Akupunktur, Chinesische Medizin, Institut für TCM und westliche Naturheilkunde, medical doctor, chinese medicine, acupuncture, general practitioner, GP, gp, family doctor Atemwegsinfekte :: Dr. Simon Grüß, Bonn, Akupunktur, Chinesische Medizin, Institut für TCM und westliche Naturheilkunde 
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  • Dr. med. Simon Grüß
  • Facharzt für Allgemeinmedizin
  • Sportmedizin, Naturheilverfahren, Akupunktur
  • Institut für Traditionelle Chinesische Medizin und westliche Naturheilkunde

Blasenentzündungen und chronisch wiederkehrende Blasenentzündungen



Blasenentzündungen gehören zu den häufigsten Beratungsanlässen in unserer Arztpraxis. Aufgrund der kürzeren Harnröhre tritt sie bei Frauen deutlich häufiger auf als bei Männern. Die Symptome sind meist Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, manchmal Unterbauchschmerz oder sogar Blut im Urin.
Bei milden Symptomen haben Angocin Anti Infekt, bestehend aus Kapuzinerkresse und Meerrettich oder Cystinol akut (Bärentraubenblätter-Extrakt) eine hinreichend antibiotische Wirkung, wenn die Tabletten frühzeitig eingenommen werden.

Stärkere Symptome, Ausstrahlen in den Rücken oder sogar Fieber sollten unbedingt zu einem sofortigen Arztbesuch veranlassen. Dann wird unter anderem der Krankheitskeim im Labor ermittelt und mit einem geeigneten Antibiotikum behandelt.

Zum Schutz der Darmflora empfehle ich begleitend, jeweils eine Stunde nach der Antibiotikaeinnahme Joghurt zu essen und nach der Behandlung physiologische Keime zuzuführen, z.B. Mutaflor und Paidoflor, jeweils täglich eine Tablette über 10 Tage.

Chinesische Heilkräuter und Akupunktur wirken lindernd, ersetzen aber meist das Antibiotikum nicht.

Da etwa jede 5. Frau innerhalb von 4 Wochen einen weiteren Infekt bekommt, sollte in den folgenden Wochen ganz besonders auf die Gesundheit geachtet werden: Überarbeitung sowie kalte Füße oder Rücken/Gesäß sind unbedingt zu vermeiden.

Schwieriger ist es, wiederkehrende Harnwegsinfekte zu therapieren. Zunächst sollten Sie sich auf weitere Erkrankungen untersuchen lassen, insbesondere empfehle ich einen Glucose-Belastungstest, bei dem die Zuckerausscheidung im Urin mit untersucht wird, auch wenn sonst keine Symptome für eine „Zuckererkrankung“ vorliegen. Manche Keime können nur durch Spezialuntersuchungen aufgedeckt werden, z.B. Trichomonaden, oder –häufiger- Chlamydien. Dann sollte auch der Partner mit untersucht werden.

Vorbeugend wirken „Impfungen“ mit Uro Vaxon oder Strovac, je nach dem, welche Keime die Infekte verursachen. Täglich eine Hand voll Preiselbeeren können die Harnblase von innen mit einer Schleimschicht auskleiden, alternativ nimmt man sie konzentriert als Tablette, z.B. Preiselsan.

Bei Frauen im höheren Lebensalter kann auch ein Hormonmangel Harnwegsinfekte begünstigen. Lassen Sie sich von Ihrem Gynäkologen beraten, ob eine lokale Hormongabe sinnvoll ist.

Äußere Maßnahmen können das Milieu der Schleimhaut verbessern: Tannolact Badezusatz für zehnminütige Sitzbäder täglich für eine Woche. Wenn das nicht möglich ist, verwenden Sie Tannolact Fettcreme. Dem folgen die Verwendung von Vagisan Milchsäure-Bakterien als Vaginalkapseln.

Chinesisch betrachtet liegt bei chronischen Blasenentzündungen fast immer die Diagnose „Kälte ist in die Harnblase eingedrungen“, einer lokalen Minderung der Feindurchblutung, vor. Dafür gibt es viele Ursachen, die eine individuelle Diagnostik erfordern. Erfahrungsgemäß können wiederkehrende Blasenentzündungen mit einer Kombination aller Behandlungsoptionen deutlich erfolgreicher therapiert und somit chronische Reizblase und Inkontinenz verhindert werden.


Aktuelles:


Liebe Patienten, am 11. Mai ist die Praxis wegen Fortbildung geschlossen.
Ihr Dr. Simon Grüß


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